Anlegen eines Reitplatzes

By | August 14, 2014

Bei dem Anlegen eines Reitplatzes fällt schnell auf, dass im Grunde nur die Gestaltungsmöglichkeiten variieren. Der Aufbau an sich lässt nicht viel Spielraum. Allgemein gilt, ein Reitplatz besteht aus vier Schichten: dem Unterboden, der Tragschicht, der Trennschicht und der Tretschicht.

Ausgehend von dieser „Bauanleitung“ stellt sich eigentlich nur die Frage, welche Materialien eignen sich für welche Schicht? Die Tragschicht sorgt als unterste Schicht für Stabilität und sollte geeignet sein, Flüssigkeiten, insbesondere Regen, abzuleiten. Dazu eignen sich z.B. Schotter, Bauschutt oder ähnliches. Die Trennschicht dient, wie der Name schon sagt, der Trennung von Trag- und Tretschicht. Neben Vlies, speziellen Folien oder Kunststoffgittern, gilt Kies als geeignetes Material. Für die Tretschicht ist der Einsatz von speziellem Reitplatzsand sehr verbreitet, aber auch eine Mischung aus Reitsand und Vlieshäckel oder Spänen.

Die örtlichen Gegebenheiten können bei der Materialfrage bereits eine kleine Hilfe sein, welcher Art Boden ist vorhanden, z.B. hart, weich oder lehmhaltig? Zudem sollte klar sein, wie der Platz genutzt werden soll. Für die Dressur ist ein ebener Boden wichtig, beim Springreiten dagegen zählt die Griffigkeit.

Bevor der Reitplatz aber tatkräftig in Angriff genommen wird, gilt: ohne intensive Planung und Beratung geht es nicht! Beratung, Tipps und Tricks bekommt man vielerorts. Das Internet liefert einen guten Überblick. Auch der Profi berät (meist) kostenlos und direkt vor Ort. Wer sich das Anlegen in Eigenregie nicht zutraut, wird um einen Profi ohnehin nicht herumkommen. Dieser “3-Schichten-Baustandard“ und die aufgezählten Materialien zeigen aber, dass ein Reitplatz durchaus in Eigenbau angelegt werden kann. Diese Entscheidung dürfte in erster Linie eine finanzielle sein.
Bei der Finanzplanung müssen auch die Folgekosten berücksichtigt werden. So ein Platz braucht Pflege und muss instand gehalten werden, im Winter benötigt er z.B. Frostschutzmittel. Auch kann es nicht schaden, vorher zu klären, ob evtl. eine Baugenehmigung benötigt wird. Sonst kann es richtig teuer werden!


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