Die Ankaufsuntersuchung beim Pferdekauf

By | Juni 1, 2011

Der Pferdekauf ist eine große und weitreichende Entscheidung und sollte daher sorgfältig geplant werden. Ein sehr wichtiger Faktor im Kaufprozess ist die Ankaufsuntersuchung, auf die keinesfalls verzichtet werden sollte. Eine gründliche Ankaufsuntersuchung schützt vor späteren Enttäuschungen und kann viele, nicht offensichtlich sichtbare, Krankheiten im Vorfeld aufdecken. Diese Untersuchungen können in unterschiedlicher Intensität in Anspruch genommen werden, ausschlaggebend ist die spätere Nutzung, zu der das Tier bestimmt ist. Die Ankaufsuntersuchung wird dem späteren Einsatz des Pferdes angepasst. So wird beispielsweise ein Zuchttier intensiver untersucht als ein Pferd, das nur zur Freizeitreiterei angeschafft wird.

Die kleine Ankaufsuntersuchung, auch ‘Kleiner TÜV’ genannt, ist eine Standarduntersuchung, auf die bei keinem Pferdekauf verzichtet werden sollte. Bei dieser Untersuchung wird das Tier, sowohl im Ruhezustand als auch nach körperlicher Belastung, abgehört und die Gelenke werden auf Schmerzen untersucht. Auf diese Art werden Kreislaufprobleme, Herzfehler und Lungenkrankheiten zuverlässig entdeckt. In bestimmten Fällen kann eine Blutuntersuchung sinnvoll sein, bei der Schmerzmittel oder ähnliche Medikamente im Blut gefunden werden können.

Bei der großen Ankaufsuntersuchung, der sogenannte ‘Große TÜV’, werden zusätzlich zur Standarduntersuchung, Röntgenbilder von den Beinen und Gelenken des Pferdes angefertigt. Auf diese Maßnahme sollte besonders bei Pferden nicht verzichtet werden, die nach dem Kauf im Sport eingesetzt werden sollen oder die vor dem Kauf schon viel im Sport eingesetzt worden sind. Durch die Röntgenbilder können diverse Krankheiten erkannt und ausgeschlossen werden, wie beispielsweise Veränderungen der Hufrolle, Chips und Spat. Ist das Pferd im Rücken sehr empfindlich, kann ein Röntgen des Rückens sinnvoll sein.

Bei Tieren, die für die Zucht eingesetzt werden sollen, empfiehlt sich eine Ankaufsuntersuchung mit einer umfangreichen Blutuntersuchung. So werden Herpes-Viren im Vorfeld des Kaufes entdeckt.

Bei einer ausgiebigen Ankaufsuntersuchung fallen Kosten von rund 1000 Euro an, wer diese übernimmt, ist Verhandlungssache. Häufig wird der ‘Kleine TÜV’ vom Verkäufer getragen, wünscht der Käufer eine intensivere Untersuchung kommt meist dieser dafür auf.


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