Richter im Reitsport werden

By | Juni 13, 2014

Im Reitsport gibt es unterschiedliche Turnierarten:
Im Dressurreiten beginnen die Anfänger mit Reiterwettbewerben, anschließend erfolgt die Teilnahme an Prüfungen der Klasse E, A, L, M, und S.
Im Springreiten unterscheidet man zwischen Stilspringen und Zeitspringen. Auch hier gibt es Springreitwettbewerbe und Prüfungen in den Klassen E, A, L, M, und S.

Beim Vielseitigkeitsreiten werden dem Reiter drei Disziplinen abverlangt. Eine Dressurprüfung, ein Geländeritt und ein Springparkour.

Um Richter für den Turniersport zu werden, muss man zuerst eine Richterqualifikation erlangen. Hierfür beantragt man einen Platz auf einer Richteranwärterliste, um in diese Liste aufgenommen zu werden, sind Grundvoraussetzungen nötig:

– Mitgliedschaft in einem Pferdesportverein, welcher einem FN angeschlossenen Landesverband angehört
– Mindestalter 19 Jahre
– Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses, nicht älter als 6 Monate

Außerdem müssen reiterliche Voraussetzungen vorgewiesen werden. Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung bietet hier drei unterschiedliche Möglichkeiten:

– Besitz der Prüfung zum Trainer C-Leistungssport, zusätzlich Besitz des Deutschen Reitabzeichen KlasseII oder Platzierungen in Dressur- und Springprüfungen in der Klasse L
– Platzierungen in der Klasse M in Dressur-, Spring-, oder Vielseitigkeitswettbewerben
– Bestandene Ausbildung zum Pferdewirt mit Schwerpunkt Reiten oder zum Trainer A

Wird die Anmeldung vom jeweiligen Kreisreiterverband angenommen erfolgt ein Vorbereitungsseminar für Turnierfachleute. Nun übernimmt man auf Turnieren die Tätigkeit eines Richterassistenten. In dieser Zeit, die zwischen einen und vier Jahren dauert, müssen eine bestimmte Anzahl an Testaten gesammelt werden. Die geforderte Anzahl erfährt man bei der jeweiligen Landeskommission.
Hiernach kann die Richtergrundprüfung absolviert werden, der ein dreitägiger Intensivlehrgang vorausgeht, um noch einmal alle prüfungsrelevanten Themen zu vertiefen. In der Grundprüfung selbst wird eine Dressurprüfung der Klassen A und L gerichtet, die Pferde und Reiter in eine Rangliste unterteilt und diese Platzierungen anschließend mit der Prüfergruppe besprochen. Weiterhin werden ein Reiterwettbewerb und ein Stilspringen gerichtet, wobei vor dem Springen der Parcour vom Anwärter abgenommen werden muss.

Auch eine Theorieprüfung muss abgeschlossen werden, darin werden Kenntnisse über die Reitlehre, das Richten von Wettbewerben, Springführungen und Inhalte der Leistungs-Prüfungs-Ordnung abgefragt. Zusätzlich muss eine Klausur über die Theoriefächer eingereicht werden.
Wurden alle Aufgabengebiete mindestens mit der Note ausreichend bewertet, erhält man die Aufnahme in eine Richterliste.


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