Sicheres Ausreiten im Dunklen

By | Januar 14, 2015

Das Ausreiten bei Dunkelheit ist für viele Reiter ein ganz besonderes Erlebnis. Es bietet eine Gelegenheit für ruhige Stunden, die das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter stärken. Damit beide sicher wieder nach Hause gelangen, gibt es allerdings ein paar Verhaltensregeln zu beachten.

Im öffentlichen Verkehr gelten Vorschriften zur angemessenen Beleuchtung ähnlich wie bei Radfahrern (nach vorne weißes und nach hinten rotes Licht). Manche Reiter behelfen sich mit an den Sattel geschnallten Lampen. Am einfachsten lassen sich jedoch Stiefellampen einsetzen: Sie werden am Bein des Reiters angebracht und leuchten in den vorgeschriebenen Farben. Bei Verbänden mit mehreren Reitern müssen mindestens der erste Reiter mit weißer und der letzte Reiter mit roter Beleuchtung ausgestattet sein.

Über die vorgeschriebene Beleuchtung hinaus gibt es eine Vielfalt von weiteren Ausrüstungsgegenständen für den Ausritt bei Dunkelheit. Eine gute Sichtbarkeit erreicht man mit reflektierenden Gamaschen oder Leuchtbändern an den Pferdebeinen und einer Sicherheitsweste für den Reiter. Wer ganz sicher gehen möchte, kann darüber hinaus reflektierende Jacken, Armbänder, Handschuhe oder Helmüberzüge, Halfter, Pferdedecken, Vorderzeug oder Schweifschoner verwenden. Hier gilt es, nach Häufigkeit der Ausritte und Art des Geländes passend auszuwählen. Für den gelegentlichen Ausritt über Waldwege reicht eine Grundausrüstung. Wer jedoch häufig an vielbefahrenen Straßen reitet, wird möglicherweise mehr in gute Sichtbarkeit investieren wollen. In Jagdgebieten können übrigens auch Absprachen mit den ansässigen Jägern sinnvoll sein!

Bei Notfällen oder wenn der Mondschein allein nicht ausreicht, können zusätzlich mitgeführte Taschenlampen oder am Helm befestigte Stirnlampen dem Reiter zu guter Sicht verhelfen. Langlebige LED-Lampen sorgen für besonders helles Licht. Der sich bewegende Lichtkegel kann aber schreckhafte Pferde auch verunsichern, also am besten vor dem eigentlichen Ritt vorsichtig ausprobieren, wie das Pferd reagiert.

Insgesamt gilt es bei Ritten in der Dunkelheit eher vorsichtig zu reiten. Auch wenn die Pferde im Dunkeln sogar besser sehen als Menschen, können unerwartete Hindernisse wie zum Beispiel tiefhängende Zweige auftauchen. Auf unbekannten oder unwegsamen Strecken sollte auf jeden Fall im Schritt geritten werden.

Bei Beachtung dieser Verhaltensregeln stehen jedoch entspannten Ausritten auch bei Dunkelheit nichts entgegen. Viele Reiter berichten, dass Ausritte im Mondlicht zu ihren schönsten Erlebnissen gehören und die Verbindung zwischen Pferd und Reiter vertiefen.


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