Welches Pferd ist fuer den Turniersport geeignet?

By | Mai 22, 2014

Ein erfolgreiches Turnierpferd durchläuft jahrelange Ausbildung und brachte schon vor dem gezielten Training seine Eignung zum Sportpferd mit. Turnierreiter auf der Suche nach ihrem neuen Partner müssen nicht zwingend ein Pferd wählen, das bereits Schleifen geholt hat. Inwieweit das Tier zum Sportpferd geeignet ist, hängt von Rasse und Abstammung, Körperbau, Charakter und bisheriger Ausbildung ab, aber auch von den Fähigkeiten des Reiters, denn Turniersport ist Teamsport. Was macht nun ein gutes Turnierpferd ab und worauf sollte man gerade beim Kauf eines potenziellen Rohdiamanten achten?

Wie wichtig ist die Rasse?


Araber sind bereits im Springreiten ausgebildet worden, Quarter Horses können Dressur erlernen und Hannoveraner tragen gelegentlich einen Westernsattel. Die Rasse ist kein Ausschlusskriterium, aber eine Hilfe. Die Eignung der Pferderasse sollte zur Disziplin des Reiters passen, denn entsprechend besser stehen die Chancen, dass beide beim Training zur Turnierreife keine Probleme haben. Beispielsweise in der Dressur kommt es spätestens ab Klasse L auf die Qualität der Gänge an, sodass ein Shetlandpony kaum noch den Punktrichter beeindrucken könnte – ein Warmblüter dagegen sieht im starken Trab schon ganz anders aus.

Körperbau und Charisma
Jedes Turnierpferd braucht einen gesunden und möglichst bemuskelten Körperbau. Es dürfen keine Fehlstellungen vorliegen, problematisch könnten auch ausgeheilte oder aktuelle Verletzungen sein. Ein Turnierpferd kann noch so viel Erfahrung mitbringen – nach einem Sehnenschaden blüht es eher in der Rolle eines sehr guten und wertvollen Lehrpferdes auf. Wo genau die Bemuskelung des Pferdes liegt, hängt von der Disziplin und vom Trainingsgrad ab, sie sollte der jeweiligen Disziplin jedoch altersabhängig angemessen sein. Am einfachsten wird der Reiter es mit einem möglichst gelassenen und nervenstarken Pferd haben, wobei viele Turnierpferde in der täglichen Pflege schwierig oder zumindest sehr temperamentvoll sein können. Die Vierbeiner kennen weit größeren Stress als ein Freizeitpferd, ein gewisses Temperament ist also normal. Der Reiter muss aber dazu in der Lage sein, im Viereck oder im Parcours mit dem Pferd zu kommunizieren.

Reitsport ist Teamsport
Ein erfahrener Springreiter kann mit einem wenig trainierten Pferd genauso wenige Schleifen holen wie ein unerfahrener Reiter auf einem Turnierpferd, das die höchsten Sprünge meistert. Die Fähigkeiten sollten in etwa zusammenpassen, auch wenn bei beiden Partnern die Ausbaufähigkeit vorhanden sein muss. Gerade junge Reiter lernen viel von erfahreneren Turnierpferden, die durchaus schon höhere Klassen bestritten haben dürfen. Ihrem Pferd bringen sie zwar nichts mehr bei, das Pferd aber ihnen. Für einen erfahrenen Reiter stellt ein junges, aber noch nicht austrainiertes Turnierpferd eine gute Wahl dar, denn so kann der Reiter seinen Partner selbst ausbilden und mit ihm weiter wachsen.


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